Zum Abschied von Bischofsvikar Ruedi Heim

Portrait von Ruedi Heim, als Priester erkennbar gekleidet mit dem sog. Römerkragen
Ruedi Heim, Bischofsvikar von 2004-2018 (Foto: Bistum Basel)

Am 1. August 2004, mit erst 36 Jahren, trat Ruedi Heim als erster Bischofsvikar für die Kantone Luzern, Zug, Thurgau und Schaffhausen sein Amt an. Jetzt zieht er weiter in den Kanton Bern, zurück in die Pfarreiseelsorge. Der ehemalige Thurgauer Regionaldekan und Bischofsvikar Dr. Erich Häring würdigt Ruedi Heim zum Abschied.

Vor vierzehn Jahren

Eine strahlende Julisonne steht über dem noch vormittäglichen Bodensee. Ich darf Ruedi Heim, Ulrike Zimmermann und Dr. Urs Corradini in Kesswil die Unterlagen des in wenigen Tagen zu Ende gehenden Regionaldekanats Thurgau übergeben. Auf den 1. August 2004 tritt die neue Regionalisierung des Bistums Basel in Kraft. Und damit wird Ruedi Heim erster Bischofsvikar der neuen Bistumsregion St. Viktor, gebildet aus den Kantonen Luzern, Zug, Thurgau und Schaffhausen.

Viele Seelsorgende, die meisten ehemaligen Regionaldekane, auch Dekanatsleitende, aber auch die kantonalen Landeskirchen, Synoden wie die Exekutiven, zeigten sich damals, wenn nicht ablehnend, so doch sehr skeptisch. Das galt besonders in der Bistumsregion, in der Ruedi Heim und sein Team die Verantwortung zu tragen hatten. Dies erstaune nicht, brachte Ruedi Heim im Bischofsrat bald einmal zum Ausdruck: Neues verunsichere zunächst einmal; und es sei zu berücksichtigen, dass diese Regionalisierung offenbar in einem straffen, wenig auf Augenhöhe ausgerichteten Ton durchgesetzt worden sei.

Ein Bischofsvikar mit Fähigkeiten und Einsatzwille

Ruedi Heim machte es von Anfang an besser. Er gewann schnell Vertrauen im Bistumskanton Thurgau, später auch im Bistumskanton Luzern, wo nach nicht ganz zwei Jahren die Fähigkeiten dieses Ostschweizers geschätzt werden: Zuverlässigkeit, strategisches Denken, operationelle Flexibilität, Teamfähigkeit, Unbestechlichkeit und Leitungskompetenz. 

Darob vergass Ruedi Heim nicht, dass er ein auch in Rom ausgebildeter Priester ist: Seine Samstage und Sonntage sind ausgefüllt mit Aushilfen in Pfarreien, oft mehreren Firmgottesdiensten, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Wo er einmal tätig war, wird er immer wieder gefragt. Im Pastoralraum Region Altnau firmte er während vierzehn Jahren. Seine Predigten sprachen an, jung und alt.

Verabschiedung

Am 9. Januar 2018 hat Margrith Mühlbach-Scheiwiller, Regionalverantwortliche St. Viktor, Ruedi Heim nach knapp vierzehnjähriger Tätigkeit als Bischofsvikar der Bistumsregion St. Viktor in der Pfarrkirche Ebikon (LU) verabschiedet. Aus dem Bistumskanton Thurgau nahmen an dieser beeindruckenden Feier in der grossen, gut gefüllten Kirche, etliche Seelsorger und zwei Vertreter der Landeskirche teil.

Im Frühjahr wird Ruedi Heim als leitender Priester des Pastoralraumes Bern wiederum eine Leitungsaufgabe, die mit seelsorgerlicher Tätigkeit verbunden ist, übernehmen.

Erich Häring, em. Bischofsvikar St. Urs, Kesswil

Beitrag veröffentlicht am 11.01.2018

Aus dem Thurgau nahmen an der Verabschiedung teil:

  • Dr. Alois Schwager, Präsident der Katholischen Synode des Kantons Thurgau
  • Urs Brosi, Generalsekretär der Katholischen Landeskirche Thurgau
  • Dekan P. Christoph Baumgartner, Dekanat Bischofszell
  • Dr. Thomas Markus Meier, Gemeindeleiter a. i. Pfarrei Frauenfeld
  • Lukas Schönenberger, Koordinator der Pfarrei Frauenfeld
  • Thomas Mauchle, Gemeindeleiter a. i. Gündelhart, Homburg, Pfyn, Steckborn
  • Dr. Erich Häring, em. Regionaldekan des Thurgaus (1994-2004) und em. Bischofsvikar der Bistumsregion St. Urs (2004-2009)

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