Zum Priester berufen

Die Sakramente sind für David Pfammatter Schätze der katholischen Kirche. Bild: Sibylle Zambon-Akeret

"Ich verstehe mein Leben als Gottes Geschenk", sagt David Pfammatter.  Bei Gott fühlt er sich aufgehoben, die weltumspannende katholische Kirche ist sein Zuhause. Am 10. Juni 2018 empfing er in der Kathedrale Solothurn von Bischof Felix die Priesterweihe. 

Priester zu werden, das ist für David Pfammatter kein schneller Entscheid und keiner, der jugendlichem Übermut entspringt. Denn der Diakon aus Aadorf-Tänikon ist 52. Doch das Wort "Spätberufener" mag er nicht. Im Gegenteil, er sieht sich als Frühberufener. Er habe früh den "Blick für das Ewige" gehabt, für das, was über das Hier und Jetzt hinausgeht. 

Vom Lehrer zum Theologen 
Kurz nach Abschluss des Gymnasiums wird er Vater. Es folgt eine schwierige Zeit. Träume zerbrechen, Enttäuschungen schmerzen. "Ich stiess bei mir und bei meinen Mitmenschen an Grenzen." 
David Pfammatter studiert dann in Fribourg Sprachen und Sport und unterrichtet anschliessend drei Jahre lang an einer Sekundarschule. Doch der Lehrplan engt ihn ein. Ihn interessieren Fragen, die über den Schulstoff hinausgehen, Glaubensfragen eben. Er lässt sich deshalb zum Pastoralassistenten ausbilden.

Mein grösster Schatz?
Das ist die Vernetzung mit dem Himmel und der Erde, und zwar weltweit.
David Pfammatter

16 Jahre lang ist er Pastoralassistent in Zürich, im Aargau und in Luzern. Da kann er mit allen Generationen arbeiten, von der Kinderfeier über Religionsunterricht zum Firmkurs, von der Gottesdienstgestaltung bis zur Seelsorge im Altersheim oder Spital. Diese Vielfalt gefällt ihm. "Da komme ich auf Touren", lacht er. 

Beschenkter 
Und eigentlich fehlt ihm nichts bei seiner Tätigkeit als Pastoralassistent. Dennoch bleibt da dieses Gefühl, nicht ganz "angekommen" oder "noch nicht ganz sich selbst" zu sein, wie er es ausdrückt. Das Ziel der Priesterweihe bleibt in seinem Hinterkopf. Motiviert durch eine "grosse Liebe" zur katholischen Kirche folgt 2016 die Weihe zum Diakon. Er darf nun zusätzlich taufen, Trauungen leiten sowie spezifische Dienste innerhalb der Liturgie übernehmen. So ist es konsequent, den nächsten Schritt zu wagen. Im Juni empfängt er nun die Priesterweihe. Dann darf er auch die Krankensalbung spenden, Eucharistie feiern und die Beichte abnehmen. Die Sakramente empfindet er als grosse Schätze, die er bewahren und weitergeben will.

Sibylle Zambon-Akeret, forumKirche/red.

Den vollständigen Bericht "Ganz daheim sein. Zum Priester berufen" lesen Sie im Magazin forumKirche, Nr. 11-2018, S. 7.

Bistum Basel: 

Haben Sie eine Rückmeldung zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns!


Zurück

Unser Tipp

24.08.2018, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Basilika St. Ulrich, Kreuzlingen

12.09.2018, 13:45 Uhr bis 17:45 Uhr
Zentrum Franziskus, 8570 Weinfelden

22.09.2018, 09:15 Uhr bis 16:30 Uhr
Kartause Ittingen, 8532 Warth

04.10.2018
Evang. Kirchgemeindehaus, Tübacherstrasse 26, 9326 Horn

29.11.2018, 14:15 Uhr bis 18:00 Uhr
Weinfelden, Rathaus

Jahresbericht 2017