Damit nicht die Unsicherheit bestimmt

Die Zahl von Menschen mit Demenzerkrankungen nimmt zu. Die Kirchen stellen sich ihrer gesellschaftlichen Mitverantwortung. Bild: CC0 pixabay.com

Die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihrer Bezugspersonen bis zuletzt erhalten und fördern. Mit diesem Anliegen kamen Interessierte und Experten einen ganzen Samstag in der Kartause Ittingen zusammen. Den Impuls gaben die beiden Landeskirchen.

Dass sie Laien und Fachpersonen gleichermassen ansprach, war eine Besonderheit der rasch ausgebuchten Demenz-Fachtagung „Vertraut und fremd zugleich“ vom 25. Februar in der Kartause Ittingen. Zur Durchführung angeregt hatten die beiden Landeskirchen. Sie sind Mitträger des neuen Ausbildungsangebots für Freiwillige im Besuchsdienst.

Demenz ist eine Erkrankung, bei der die Medizin an ihre Grenzen stösst.
Dr. med. Christine Luginbühl

Unbestritten sei die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Lebensqualität von Betroffenen zu erhöhen und die Angehörigen zu entlasten, betonte die Frauenfelder Ärztin Christine Luginbühl. Lisbeth Soppelsa, Leiterin der Koordinationsstelle Aufsicht und Alter im Amt für Gesundheit informierte über das neue Geriatrie- und Demenzkonzept, das der Thurgauer Regierungsrat erarbeiten liess.

Überwältigendes Interesse

Mir haben die Ausführungen sehr geholfen, meine Gedanken zu ordnen und die nächsten Schritte anzugehen.

Der Teilnehmerin aus Riedt ging es wie 40 anderen auf der Warteliste, die statt einer Absage die Möglichkeit erhielten, wenigstens die Referate zusammen mit den 200 Angemeldeten zu verfolgen.

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Durch höhere Lebenserwartung nimmt die Zahl von Menschen mit Demenzerkrankungen zu. Eine Herausforderung nicht nur für Politik und Volkswirtschaft, sondern für die ganze Gesellschaft. Die beiden Thurgauer Landeskirchen stellen sich ihrer gesellschaftlichen Mitverantwortung. Dies auch aufgrund der Verunsicherung und Hilflosigkeit, die eine Demenzkrankheit bei Betroffenen, Angehörigen und Freiwilligen-Teams wie Besuchsdiensten auslösen. Im Verbund mit 16 Organisationen aus der Ostschweiz, die sich in den Bereichen Medizin, Geriatrie, Pflege, Betreuung, Ausbildung und Freiwilligeneinsatz engagieren, organisierte die Kirche die Demenztagung. Fachleute aus Medizin, Pflege, Palliativ Care, Betreuung und Laien erhielten Einblick in die verschiedenen Fach-Kompetenzen.

Brunhilde Bergmann/red.

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