Synodaler mit italienischen Wurzeln

Giuseppe Palmisano schätzt die Möglichkeiten zur Mitsprache in der katholischen Kirche im Thurgau. Bild: Arianna Maineri

Giuseppe Palmisano zog als Sechsjähriger aus Italien in die Schweiz, seit 1994 ist er Bürger beider Länder. Mitglied des Thurgauer katholischen Kirchenparlaments ist Palmisano seit 2014. Um gewählt zu werden, braucht es aber keinen Schweizer Pass.

Giuseppe Palmisano stellt sich gerne in den Dienst der Kirche: In der Pfarrei St. Stefan Amriswil ist er als Mesmer tätig. In der Missione Cattolica di Lingua Italiana (MCLI) Kreuzlingen-Arbon-Romanshorn präsidiert er den Consiglio Pastorale. Seit 2014 ist er Mitglied der Synode. Dort möchte er sich für den Fortbestand der italienischen Missionen und deren Anliegen einsetzen. Konkret hat er die Bildung einer Kommission für die Missionen vorgeschlagen. "Ob sie geschaffen wird, werden wir sehen", sagt Palmisano. 

Möglichkeit zur Mitwirkung
Ganz grundsätzlich möchte Palmisano einen Beitrag für die Weitergabe und die Weiterentwicklung des christlichen Glaubens leisten. "Wer etwas verändern will, muss sich dafür einsetzen. In der Schweiz stehen dafür demokratische Strukturen zur Verfügung", sagt Giuseppe Palmisano. Er schätzt die dual verfasste Kirche in der Schweiz mit ihren Möglichkeiten zur Mitsprache und Mitwirkung: "Themen werden geordnet diskutiert und Veränderungen wohlüberlegt angepackt." Deshalb ist es für den 61-Jährigen auch klar, dass er für die neue Amtsperiode nochmals kandidieren wird. So kann er an seinen Anliegen dranbleiben.

Kirche: Stimm- und Wahlrecht nach fünf Jahren
Nach dem bisherigen Kirchenorganisationsgesetz (KOG) von 1968 können auch Katholikinnen ohne Schweizerischer Staatsbürgerschaft das Stimm- und Wahlrecht für die Synodenwahl erhalten. Dafür müssen sie sich nach mindestens fünfjährigem Wohnsitz in der Schweiz im Stimmregister ihrer Kirchgemeinde eintragen lassen. Diese Regelung soll nach dem Entwurf der neuen landeskirchlichen Rechtsgrundlage vereinfacht und erweitert werden.

Daten zur Synodenwahl 2018
Bis 6. Januar 2018 können Wahlvorschläge eingereicht werden. Auch Katholiken ohne Schweizerische Staatsbürgerschaft können sich in das Stimmregister ihrer Kirchgemeinde eintragen lassen. Am 3./4. März 2018 finden die Synodenwahlen statt. Es werden 95 Mitglieder gewählt. Weitere Informationen

Beachten Sie auch die Nachricht
"Auf der Suche nach Kandidaten. Eine Synodenwahl will gut vorbereitet sein"

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Arianna Maineri Luterbacher

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