Auf der Suche nach Kandidaten

Alex Frei bereitet als Koordinator die Synodenwahl in seinem Wahlbezirk vor. Bild: zVg

Am  4. März 2018 sind Neuwahlen: Denn die aktuelle Amtszeit der Synode der Kath. Landeskirche Thurgau endet Ende Mai 2018. Wer kann für dieses Parlament kandidieren? Was muss sie/er mitbringen? Wer sucht die Kandidatinnen und Kandidaten oder kümmert sich um die Wahl? Eine Begegnung mit Alex Frei, Koordinator des Wahlkreises Sirnach.

Bei der Wahl der Synodenmitglieder haben die Vorsteherschaften der einzelnen Kirchgemeinden den Auftrag, in ihren Wahlkreisen nach geeigneten Kandidatinnen Ausschau zu halten.

Elf Wahlkreise, elf Koordinatoren
Besonders in die Pflicht genommen werden dabei die "Koordinatoren" der elf Wahlkreise. Das sind in der Regel die Präsidentinnen und Präsidenten der Vorsteherschaften, die dem Wahlkreis den Namen geben. Sie haben die Aufgabe, zu klären, wer von den bisherigen Synodalen nochmals kandidiert, weitere Kandidaten zu suchen und eine Wahlvorschlagsliste zu erstellen.

Alex Frei ist Präsident der Kirchenvorsteherschaft Sirnach sowie Koordinator des gleichnamigen Wahlkreises. Für ihn ist klar: "Wer für die Synode kandidiert, sollte grundsätzlich eine Beziehung und Interesse zur Kirche haben." Eine weitere Voraussetzung ist für ihn, dass jemand Freude daran hat, Akten zu studieren und sich eine Meinung über kirchlich-administrative Themen zu bilden.

Suche in Gremien - aber nicht nur
Sollten sich nicht gerade Personen aus den Vorsteherschaften in die Synode wählen lassen? "Das ist sicherlich kein Manko", so Frei, "aber es müssen auch Leute von ausserhalb in der Synode vertreten sein." Wichtig sei auf jeden Fall, dass die Synodalen in gutem Kontakt zu ihrer Kirchenvorsteherschaft stünden. Alex Frei möchte bei seiner Kandidatensuche auf einzelne Personen zugehen, nutzt aber auch die Gelegenheit eines Dankanlasses für Freiwillige, um für diese Aufgabe Werbung zu machen. Für ihn ist die Synode ein wichtiges Instrument, das die demokratischen Strukturen der Kirche in der Schweiz ermöglicht und garantiert.

Beim Finanzausgleich zwischen den einzelnen Kirchgemeinden zum Beispiel können alle mitbestimmen. Er wird nicht von oben herab diktiert.
Alex Frei

Überschaubarer Aufwand 
Im Durchschnitt treten etwa ein Drittel der Synodalen nicht mehr zur Wahl an. Im Wahlkreis Sirnach sind es dieses Mal etwa die Hälfte – überwiegend aus Altersgründen. Trotz dieses grossen Wechsels ist Alex Frei optimistisch, die nötige Anzahl von Kandidatinnen zu finden. Denn im Vergleich zu anderen kirchlichen Aufgaben halte sich der zeitliche Aufwand für dieses Amt doch in Grenzen.

Detlef Kissner/forumKirche

Beachten Sie auch die Nachricht "Synodaler mit italienischen Wurzeln" über die Möglichkeit, als Ausländer/in das Stimm- und Wahlrecht der Kirchgemeinde auszuüben. 

Daten zur Synodenwahl 2018
Bis am 6. Januar 2018 können Wahlvorschläge eingereicht werden. Auch Katholiken ohne Schweizerische Staatsbürgerschaft können sich in das Stimmregister ihrer Kirchgemeinde eintragen lassen. Am 3./4. März 2018 finden die Synodenwahlen statt. Es werden 95 Mitglieder gewählt. Weitere Informationen

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