"Ich verdanke der katholischen Kirche viel"

Dominik Diezi: 44, Stachen, Dr. iur., Rechtsanwalt, Berufsrichter am Bezirksgericht Arbon, verheiratet, zwei Kinder, seit 2010 Mitglied der Kirchenvorsteherschaft Arbon, seit 2011 deren Präsident, seit 2002 Mitglied der Synode, seit 2002 Mitglied und seit 2006 Präsident der GPK, seit 2017 Vizepräsident der Spezialkommission zur Revision  des KOG, Initiator und Präsident der Vereinigung der katholischen Kirchgemeinden im Kanton Thurgau. Politisch tätig für die CVP im Grossen Rat des Kantons Thurgau und im Parlament der Stadt Arbon.


Fragen an Dominik Diezi: vorgeschlagen als Präsident der Kath. Synode Thurgau für die Legislaturperiode 2018-2022

1. Was motiviert Sie, für das Präsidium der Synode zu kandidieren?
Nach 16 Jahren in der Synode wäre es für mich eine grosse Ehre, das höchste Gremium der Landeskirche präsidieren zu dürfen. Ich stelle mich deshalb sehr gerne für dieses Amt zur Verfügung. Falls ich gewählt werden sollte, werde ich alles daran setzen, dass die Synode ihre vielfältigen Aufgaben möglichst reibungslos erfüllen kann.

2. Was haben Sie in Ihrer bisherigen  Tätigkeit als Mitglied der Synode und der GPK bewirken können?
Als ich 2002 in die Rechenschaftsberichtskommission (RBK) - wie die GPK damals noch hiess - gewählt wurde, handelte es sich bei der RBK vornehmlich um eine Orthographiekommission und ein Akklamationsgremium. Nachdem ich 2006 deren Präsident wurde, habe ich mich für die Weiterentwicklung der Kommission zu einer GPK eingesetzt. Ich meine, dass dies weitgehend gelungen ist. Es kam zu einer Namensänderung und einem Leitbild. Zentral waren die Einführung des jährlichen Hearings mit dem Kirchenrat und die regelmässigen Besuche bei den Fachstellen. Heute ist die GPK kritisches, aber immer wohlwollendes Gegenüber des Kirchenrates.

3. Was ist Ihnen mit Blick auf die kommende Legislatur wichtig? Haben Sie Ziele?
Falls ich zum Präsidenten der Synode gewählt werde, möchte ich meinen Beitrag zur Aufwertung der Synode leisten. Die Synode ist als Parlament der Katholischen Landeskirche deren oberstes Gremium. Das sollte in der Praxis noch vermehrt sichtbar werden. Dies setzt natürlich in erster Linie das engagierte Mittun möglichst vieler Synodalen voraus. Dieses würde ich in meinem neuen Amt nach Kräften fördern und unterstützen. Weiter wird die Synode in der nächsten Legislatur mit der neuen Verfassung und den neuen Gesetzen über die Landeskirche sowie die Kirchgemeinden zentrale Weichenstellungen für die katholische Kirche im Thurgau vornehmen. Gerne würde ich mich als Synodenpräsident dafür einsetzen, dass dies möglichst überzeugend gelingt.

4. Falls Sie kommenden Februar zum Stadtpräsidenten von Arbon gewählt würden, würden Sie dann das Präsidium der Synode beibehalten?
Falls es zur Wahl ins Arboner Stadtpräsidium kommen sollte, müsste ich - abgesehen von meinem Kantonsratsmandat - alle meine derzeitigen Engagements beenden. Hingegen wäre es für mich eine Ehrensache, weiterhin der Synode als Präsident vorzustehen. Der entsprechende Aufwand ist bei lediglich zwei Synodensitzungen im Jahr vergleichsweise bescheiden. Dieses Engagement sollte auch im Falle einer Wahl in die Arboner Exekutive zu bewältigen sein.

5. Ihr Engagement in der katholischen Kirche ist gross. Sie sind zumindest jetzt auch noch Präsident der Kath. Kirchgemeinde Arbon. Was ist Ihre Motivation für dieses grosse und zeitintensive Engagement?
Persönlich verdanke ich der Katholischen Kirche sehr viel. Bei all ihren Schwächen war und ist sie mir spirituelle Heimat. Weiter bin ich fest davon überzeugt, dass die Botschaft des christlichen Glaubens gerade in der heutigen Zeit aktueller denn je ist. Papst Franziskus ruft uns alle auf, an die Ränder der Gesellschaft zu gehen. Ganz in diesem Sinne engagiere ich mich für eine Gesellschaft, in der statt Angst, Überwachung, Ausgrenzung und Ausbeutung Freude, Freiheit, Solidarität und Nachhaltigkeit herrschen.  

Ursi Vetter


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