Start der neuen Legislatur 2018-2022

Der frisch gewählte Kirchenrat (v.l.n.r.): Cornel Stadler, Cyrill Bischof, Anne Zorell Gross (vorne), Marie-Anne Rutishauser und Theo Scherrer. Bild: Ursi Vetter

Nebst den Wahlen standen an der Sitzung die Jahresrechnung, wie auch der Jahresbericht 2017 auf der Traktandenliste. Für Gesprächsstoff sorgte der markante Rückgang der auszubildenden Katechetinnen und Katecheten. Die vier bisherigen Kirchenräte sowie ein Neuzutritt wurden mit hohem Stimmenanteil gewählt.

Alterspräsident Alois Schwager eröffnete die Sitzung und übergab den Platz fürs Präsidium dem frisch gewählten Synodenpräsidenten Dominik Diezi. Gewählt wurde zudem Jürg Haag als Vizepräsident. Die Mitglieder des Synodenbüros, sowie die Kommissionen und deren Präsidenten wurden in globo neu oder wiedergewählt.

Kirchenrat wiedergewählt
Für den bisherigen Kirchenrat Ralph Limoncelli, der nicht mehr zur Wahl antrat, wurde Cornel Stadler einstimmig gewählt. Die bisherigen Kirchenräte Cyrill Bischof, Marie-Anne Rutishauser, Theo Scherrer sowie Kirchenrätin Anne Zorell Gross wurden von den 90 Anwesenden allesamt mit sehr gutem Resultat wiedergewählt. Cyrill Bischof wurde zudem als Kirchenratspräsident wiedergewählt. In seiner neuen Zusammensetzung amtet der Kirchenrat ab dem 1. August 2018. Als Arbeitgeber-Vertretungen in die Verwaltungskommission der Pensionskasse PKL wurde der bisherige Jürg Haag bestätigt und Donata Zuppa neu gewählt.

Beratung KOG-Revision dauert an
Gregor Brazerol führte als Präsident der Spezialkommission "KOG-Revision" an, dass die Beratung ihre Zeit benötige. Gewisse Sachverhalte seien komplex und würden Änderungs- sowie Ergänzungsvorschläge bedingen. Wichtig sei der Kommission bei der Auseinandersetzung mit den Gesetzestexten, dass die Gesamtvorlage bei einer Volksabstimmung und vor dem Grossen Rat des Kantons bestehen müsse. Momentan sei ein Abschluss der Beratung deshalb nicht abschätzbar, man gehe aber davon aus, dass die Sondersynoden 2019 durchgeführt werden könnten. Isabella Stäheli-Tobler gab sich enttäuscht über die Verzögerung des Geschäfts und wünschte sich die Inkrafttretung des Gesetzes innert der nächsten vier Jahre. Simon Tobler entgegnete, dass sich die Kommission keinen zeitlichen Rahmen setzen wolle, weil die Totalrevision zu wichtig sei.

Erreichen der Legislaturziele
Cyrill Bischof informierte über den neuesten Stand zu den acht Legislaturzielen des Kirchenrats von 2015 bis 2018. Der Finanzausgleich wurde so geändert, dass kleine Kirchgemeinden nach einer Fusion unverändert hohe Beiträge erhalten. Der Beschluss der Synode, die Kleinstgemeinden bis 2022 nach altem Finanzausgleich zu berücksichtigen, hätte nun die Folge, dass während fünf Jahren rund 100 000 Franken mehr für den Finanzausgleich aufgewendet werden müssten. Im Hinblick auf das gemeinsame 150 Jahr-Jubiläum in Zusammenarbeit mit der evangelischen Landeskirche sind im Oktober drei Informationsveranstaltungen für die Pfarreien und Kirchgemeinden geplant. Startpunkt des Projektes ist der 1. Dezember 2019 in Frauenfeld, der Schlussanlass ist auf den 21. Juni in Amriswil angesetzt.

Ausbildung Katechese
Beim Jahresbericht 2017 gab vor allem der markante Rückgang der auszubildenden Katechetinnen und Katecheten Anlass zu Diskussionen. So erklärte Thomas Merz, dass die Ausbildungssituation beunruhigend sei und er gab zu bedenken, dass die hohen Ansprüche an die Ausbildung nach ForModula nun auf Kosten eines Anmelderückgangs gestellt worden seien. Der hohe Aufwand stehe in keinem Verhältnis zum späteren Ertrag, weshalb das Modell ForModula noch einmal genau zu überprüfen sei. Ivan Trajkov vom katholischen Pfarramt St. Stefan in Kreuzlingen pflichtete ihm bei und regte an, die erschwerten Arbeitsbedingungen und die Entschädigungen nochmals zu überdenken, wolle man langfristig das Interesse an der Katechese hochhalten. Der Kirchenratspräsident erklärte daraufhin, dass der Bildungsrat sich mit dieser Problematik bereits beschäftige und Lösungen suche. Erwin Wagner, Präsident der Finanzkommission, präsentierte die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 457’459 Franken. Diese wurde einstimmig gutgeheissen, so wie der Beschluss, bei der Gewinnverteilung den Betrag vollumfänglich dem Eigenkapital zuzuweisen.

Sarah Stutte / Ursi Vetter / Arianna Maineri

Zusammensetzung der Synode für die Legislatur 2018-2022

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