Mit dem Advent beginnt ein neues Kirchenjahr; ein geeigneter Zeitpunkt, um Wünsche vorzutragen. Es ist bekannt, dass der Religionsunterricht oft nicht ernst genommen wird und die Zahl der Kirchenbesucher kontinuierlich abnimmt. Im Interesse eines Aufbruchs zur Erneuerung und Stärkung des katholischen Glaubens drängt es mich, eine Anzahl Wünsche an unseren Bischof Felix Gmür zu formulieren, in der Hoffnung, dass er sie gemeinsam mit anderen Bischöfen nach Rom weitertragen möge:
- Aufhebung des Verbotes der Verwendung von Verhütungsmitteln, als Beitrag zur weltweiten Bekämpfung von Krankheiten und Armut.
- Den Zöllibat gab es im Urchristentum nicht. Deshalb: Umwandlung des Pflichtzöllibates in einen freiwilligen Zöllibat.
- Ordination von Frauen zu geweihten Priesterinnen, auch als Beitrag zur Behebung des Priestermangels.
- Neuregelung der Kompetenzen zwischen der Zentrale Rom und den Diozösen zu Gunsten der Bischöfe unter Beibehaltung der zentralen Kompetenz der Glaubenslehre.
- Deutliche Reduktion des Pomps bei Auftritten des Papstes und damit verbundener Kosten weltweit und Einsatz solcher Einsparungen zu Gunsten der Bildung in Entwicklungsländern.
Diese Entscheide bedingen ein Konzil. Dieses kann, wie Papst Johannes der XXIII. bewiesen hat, innerhalb eines Jahres realisiert werden. Ich hoffe, dass diese von vielen Katholiken mitgetragenen Wünsche, im Interesse eines Glaubensaufbruchs erhört werden mögen.
Heinz Roggenbauch, Stettfurt
Veröffentlicht im "forumKirche"
Pfarreiblatt der Bistumskantone Schaffhausen und Thurgau
Nummer 23 | 4. Dezember 2011 bis 17. Dezember 2011 | Seite 32