Seit ich über das Buch „40 Dinge, die du ausprobieren musst, bevor du aufhörst, zu glauben – ein Reisebegleiter durch die Welt der christlichen Spiritualität“ (Ruach Verlag) gestolpert bin, habe ich mich nochmals bewusster mit zentralen Begrifflichkeiten auseinandergesetzt. 

Was ist denn nun Spiritualität, Glaube und Religion? Und was bedeutet das für die offene kirchliche Jugendarbeit oder auch für die Jubla? 

Die drei Ebenen – einfach erklärt: 

  • Spiritualität bedeutet, sich mit Sinnfragen auseinanderzusetzen, über Werte nachzudenken und offen zu sein für die Erfahrung, dass es mehr gibt, als wir mit dem Verstand fassen können. Viele Menschen vertrauen darauf, dass dieses „Mehr“ Gott ist – egal, welchen Namen sie ihm geben. 
  • Glaube bedeutet dann, diesem Mehr einen Namen zu geben (z. B. Gott) und darauf zu vertrauen, dass man getragen ist. 
  • Religion schliesslich ist der Raum, in dem dieser Glaube gemeinsam gelebt wird: Rituale und Traditionen werden in Gemeinschaft praktiziert und an andere weitergegeben. 

Gerade in der Arbeit mit jungen Menschen ist es wichtig, dass wir uns bewusst auf der Ebene der Spiritualität bewegen. 

Dass wir gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Fragen stellen, philosophieren und uns ehrlich auf ihre Sinnfragen einlassen. 

Diese Ebene der Spiritualität ist dabei nicht weniger wert als Glaube oder Religion. Im Gegenteil: Sie ist oft der erste und wichtigste Zugang – besonders für Menschen, die (noch) keine religiöse Sprache oder Praxis kennen. 

Das Buch liefert dabei nicht nur Theorie, sondern vor allem 40 konkrete Methoden, um dem auf die Spur zu gehen – für dich persönlich, aber auch für deine Tätigkeit in der Jugendarbeit. 

Es lohnt sich. 

 Zum Buch

Reflexionsfrage:  

  • Auf welcher Ebene bewege ich mich in meiner Arbeit am meisten – Spiritualität, Glaube oder Religion? Und welche Ebene kommt vielleicht zu kurz? 
  • Wo schaffen wir bewusst offene Räume für Sinnfragen, Zweifel und Suche – ohne sofort Antworten oder religiöse Deutungen vorzugeben? 
  • Welche unserer Traditionen oder Rituale laden junge Menschen ein – und welche könnten (ohne Erklärung) eher ausschliessen oder überfordern? 

 

Hast du Lust, dich mit uns über dieses Thema auszutauschen? Dann melde dich für unser nächstes Treffen an.

- Murielle Egloff

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