Der Thurgau steht dieses Jahr im besonderen Fokus der weltweiten Kirche: Als Gastkanton nimmt der Kanton Thurgau an der Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan teil. An der feierlichen Zeremonie in Rom sind der Kirchenrat der Katholischen Landeskirche Thurgau sowie eine Vertretung der Katholischen Synode des Kantons Thurgau offiziell präsent.
Mit ihrer Teilnahme bringt die Katholische Landeskirche Thurgau ihre enge Verbundenheit mit der Päpstlichen Schweizergarde zum Ausdruck – und mit jenen Gardisten, die aus der Schweiz und auch aus dem Kanton Thurgau stammen und ihren Dienst in Rom leisten. Die Vereidigung ist ein bedeutender Moment im Leben der jungen Gardisten: In einer feierlichen Zeremonie legen sie ihren Eid ab und verpflichten sich zum Dienst am Papst und an der Kirche.
Der Anlass erinnert zugleich an die über 500-jährige Geschichte der Schweizergarde und ihren Einsatz im Zentrum der katholischen Weltkirche. Als religiös geprägtes Ereignis verbindet die Vereidigung Glaube, Tradition und persönliche Entscheidung und ist damit weit mehr als ein staatliches oder militärisches Zeremoniell.
Die Päpstliche Schweizergarde, gegründet im Jahr 1506, ist für den persönlichen Schutz des Papstes und seiner Residenz verantwortlich. Sie übernimmt Ordnungs- und Repräsentationsdienste bei päpstlichen Feiern und Staatsempfängen und schützt während der Sedisvakanz das Kardinalskollegium. Die Gardisten stammen aus allen Sprachregionen der Schweiz und verpflichten sich mit ihrer Vereidigung zu Loyalität, Verantwortung und Einsatzbereitschaft.
Die Vereidigung findet jährlich am 6. Mai im Vatikan statt. Sie erinnert an die Plünderung Roms im Jahr 1527, bei der 189 Schweizergardisten ihr Leben im Schutz des Papstes verloren. Die diesjährige Teilnahme des Kantons Thurgau als Gastkanton unterstreicht die besondere Verbindung zwischen Kirche, Kanton und den Gardisten im Dienst der Weltkirche.
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