Thurgauer Synode neu konstituiert
(24.6.2026, Weinfelden, Red.) Die katholische Synode des Kantons Thurgau wählt Kilian Imhof zu ihrem neuen Präsidenten. An ihrer konstituierenden Sitzung genehmigt sie den Jahresbericht und die Rechnung 2025 einstimmig. Korrigiert wird die vorgeschlagene Gewinnverwendung des Kirchenrats.
Mit einem geistlichen Impuls eröffnete Alex Hutter die erste Sitzung der neuen Amtsperiode. Er erinnerte an König Salomo und dessen Bitte um ein «hörendes Herz». Damit war der Ton gesetzt für eine Synode, die sich neu konstituierte. Nach den Gesamterneuerungswahlen vom März gehören 26 der 74 Synodalen neu dem Kirchenparlament an. Der Frauenanteil liegt bei 37,84 Prozent. Thomas Merz eröffnete die Synode nach vier Jahren als Präsident letztmals und übergab das Amt an Kilian Imhof. In seinen Abschiedsworten rief Merz die Synodalen dazu auf, selbstbewusster aufzutreten und stärker sichtbar zu machen, was die Kirche Positives leistet.
Der Jahresbericht und die Rechnung 2025 wurden einstimmig genehmigt. Die Rechnung schliesst mit einem Überschuss von rund 867'000 Franken. Positiv wirkte sich dabei ein Einmaleffekt aus, resultierend aus der Aufarbeitung des Veranlagungsstaus des Steueramtes. Für Diskussion sorgte dessen Verwendung. Dabei wurde der Antrag des Kirchenrates nach einem Vorschlag von Felix Meier wie folgt korrigiert: Caritas Thurgau Fr. 75'000 (statt 50'000), Päpstliche Schweizergarde Fr. 50'000 (statt 25'000), Finanzausgleichsreserve Fr. 300'000 (statt 350'000) für die Vorfinanzierung des Kompetenzzentrums sakrale Kunst. Der restliche Überschuss wird dem Eigenkapital zugewiesen. Ein zusätzlicher Antrag von Alex Hutter, 20'000 Franken für Notherbergen einzusetzen, wurde abgelehnt.
Verabschiedet wurde Brigitte Glur-Schüpfer als Regionalverantwortliche für die Bistumsregion. Ihre Nachfolgerin wird Therese Küng-Bachmann.
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