Mission und interreligiöser Dialog

Fastentuch in der Klosterkirche Münsterlingen. Jesus wird dargestellt als ein verletzlicher Mensch. Nackt und mit Wundmalen
Fastentuch in der Klosterkirche Münsterlingen: Insignien weltlicher und religiöser Macht töten Christus

"Mission und interreligiöser Dialog - wie gehen sie zusammen?" darüber diskutierten am 26. Januar 2018 in Münsterlingen gut zwei Dutzend Personen. 

Medienmitteilung des interreligiösen Arbeitskreises im Kanton Thurgau 

Mission und interreligiöser Dialog - wie gehen sie zusammen? Der Vorstand des interreligiösen Arbeitskreises im Kanton Thurgau lud am 26. Januar Mitglieder und Interessierte zu einem Gespräch nach Münsterlingen ein. Gut zwei Dutzend Personen beteiligten sich daran mit engagierten und auch persönlichen Voten. Einige berichteten, wie sie selber Opfer missionarischer Übergriffe wurden. Andere erinnerten sich an peinliche Situationen, in denen sie ihren Glauben verschämt verleugnet oder verschwiegen hatten.

Mission JA, Gewalt NEIN
Gegen das Ende der lebhaften Diskussion zeichnete sich ein Konsens ab: Ein tolerantes Missionsverständnis muss nicht notwendig den religiösen Frieden bzw. das Zusammenleben der Religionen in pluralistischen Gesellschaften gefährden. Die Religionsgemeinschaften müssten sich allerdings konsequent darauf verpflichten, ihren Glauben nicht mit Gewalt durchzusetzen. Diesen Grundsatz sollten sie allerdings nicht als eine Einschränkung ihrer Missionstätigkeit wahrnehmen, welche der Rechtsstaat ihnen von aussen setzt. Vielmehr sollten sie umgekehrt die rechtsstaatliche Garantie der Religionsfreiheit von sich aus bejahen und aktiv mittragen. Ein guter Anknüpfungspunkt für das interreligiöse Gespräch bietet dazu die Goldene Regel (z.B. in christlicher Tradition etwa bei Matthäus 7,12). Fast alle Religionen kennen in verschiedenen Ausprägungen das Prinzip der Gegenseitigkeit.

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Interreligiöser Dialog als Ernstfall von Mission: Arbeitsthesen aus christlicher Sicht, von Matthias Loretan

Den interreligiösen Arbeitskreis im Kanton Thurgau gibt es seit dem Herbst 2010. Der Verein setzt sich als zivilgesellschaftliches Netzwerk für den interreligiösen Dialog im Thurgau ein. Er pflegt Beziehungen zwischen den Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften, unterstützt interreligiöse Initiativen und führt eigene Projekte durch: Interreligiöse Feiern zum Bettag, die Webseite, Bildungsveranstaltungen.



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Unser Tipp

28.02.2018, 19:00 Uhr
Begegnungszentrum VIVA, Rheinstr. 48, 8500 Frauenfeld

06.03.2018, 19:30 Uhr bis 20.03.2018, 22:00 Uhr
Zentrum Franziskus, Kursraum Assisi (EG), Franziskus-Weg 3, 8570 Weinfelden

07.03.2018, 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Brauhaus Sternen, Hohenzornstr. 2, Frauenfeld - Malzboden

08.03.2018, 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Schloss Frauenfeld, 8500 Frauenfeld

12.03.2018, 19:00 Uhr
Pfarreisaal,Romanshorn

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